Generationengespräch mit Katja Früh & Marie-Louise Monrad Møller
Abschied von der Mutter
Wie umgehen mit dem Sterben der eigenen Mutter? In Katja Frühs «Vielleicht ist die Liebe so» hat Anjas Mutter nicht nur die Trauerfeier minutiös vorbereitet, sondern auch das Datum ihres Todes festgelegt. Die Tochter, die immer um Abstand zu der herrischen und egozentrischen Mutter gekämpft hat, wird unerwartet aus der Bahn geworfen.
Auch die Mutter in «Viel wichtiger ist jetzt die Gegenwart» von Marie-Louise Monrad Møller plant ihre eigene Beerdigung. Sie war evangelische Pastorin, dominant, trug Pumps zum Talar und hat das eigene Kind schon mal im Supermarkt vergessen. Nun liegt sie im Sterben, und die eingefahrenen Beziehungsmuster kommen ins Wanken. Wie geht Vergeben, wenn die Zeit drängt?
Ein Gespräch über schwierige Mutter-Töchter-Beziehungen und die Ambivalenz des Abschiednehmens – im Leben und angesichts des Todes. Wie blicken die Autorinnen verschiedener Generationen auf die grossen Fragen und wie erzählen ihre Romane von diesem Übergang?
Mitwirkende und Biografien
Autorin: Katja Früh
Autorin: Marie-Louise Monrad Møller
Moderation: Julia Rüegger