Theaterplatzfest
Maryam Aras: Dinosaurierkind
Sie ist ein Dinosaurierkind. Die Tochter eines Mannes, der so viel Geschichte erlebt hat, dass es kaum in ein Leben zu passen scheint. Zugewandt und doch mit kritischer Distanz schreibt Maryam Aras die politische Biografie ihres Vaters und der Generation aus dem Iran geflohener Aktivist:innen. Sie berichtet von Oppositionellen, die immer an zwei Orten gleichzeitig waren, die für die demokratische Zukunft des Iran stritten und es auch heute noch tun. Viele der in die Jahre gekommenen Aktivist:innen trugen 1979 wesentlich zum Sturz der Shah-Diktatur bei und führen heute ein Schattendasein. Maryam Aras zeichnet eine lange Tradition vom Kampf gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft, eine Tradition, in der der Luxus, unpolitisch durchs Leben zu gehen, nie existiert hat.
Mit dem Tagespass erhalten Sie Zugang an alle drei Theaterplatzfest-Veranstaltungen im Literaturhaus am 12. September: Maryam Aras mit «Dinosaurierkind», das Gespräch über Simone Weil und das Gespräch zwischen Armeghan Taheri und Ken Yamamoto über kollektive Arbeit als Widerstand.
Mitwirkende und Biografien
Autorin: Maryam Aras
Moderatorin: Ivna Žic