Programm

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Lukas Bärfuss im Gespräch

Di, 31. Mai 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Corina Caduff
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© Frederic Meyer

Mit seiner öffentlichen Abrechnung zum Zustand der Schweiz («Die Schweiz ist des Wahnsinns») sorgte Lukas Bärfuss für heftige Debatten. «Warum schweigen die Schriftsteller?», fragt der feinsinnige Beobachter und leidenschaftliche Analytiker fordernd. Er will sich einmischen, sieht sich dazu sogar in der Pflicht. Ganz egal, ob er literarisch oder journalistisch schreibt, ob er «Stil und Moral», die Liebe oder die Schweiz thematisiert, seine Texte lassen aufhorchen und lösen Diskussionen aus. «Lukas Bärfuss ist der aufregendste Autor der Schweiz.» (Die Welt)

Lukas Bärfuss (*1971 in Thun) ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in etwa zwanzig Sprachen übersetzt. Mit seinem letzten Roman «Koala» gewann er 2014 u.a. den Schweizer Buchpreis. Er lebt in Zürich.

Szczepan Twardoch, Drach

Mi, 1. Juni 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation und Übersetzung: Olaf Kühl, Lesung: Vincent Leittersdorf
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© Magda Kryjak

Mit «Drach» übertrifft Szczepan Twardoch sogar den Erfolg von «Morphin» (2012). In seinem aktuellen Roman lässt er die Erde selbst erzählen und schildert in kühner Montage die Dramen zweier Männer und die Chronik ihrer schlesischen Familie. Da ist Josef Magnor, der 1906 Wurstsuppe schmeckt und nie mehr vergisst. Der im Dreck der Schützengräben von Frankreich landet und schliesslich aus Eifersucht eine Tragödie anrichtet. Und da ist Nikodem, Josefs Urenkel, der nicht von seiner Frau und Tochter loskommt, auch nicht von dem schönen Haus, das er, gefragter Architekt des neuen Polen, sich gebaut hat – alles entgleitet ihm, auch die Geliebte. Ein gewaltiges Panorama des 20. Jahrhunderts.  

Szczepan Twardoch (*1979) ist die herausragende Stimme der jungen polnischen Literatur. Sein Roman «Morphin» (2012) wurde für die wichtigsten Literaturpreise nominiert und unter anderem mit dem renommierten Polityka Passport-Preis ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien.

Eine Kooperation mit dem Osteuropa-Forum Basel

Übers Weisse Meer: Sudan

Do, 2. Juni 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Lesung: Thomas Sarbacher, Einführung: Isabelle Chariatte
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© Nik Konietzny
Mehr als 40 Jahre Bürgerkrieg im Süden und der Darfur-Konflikt im Westen forderten im Sudan mehrere Millionen Menschenleben. Bisher blieben Friedensabkommen erfolglos, die politische und wirtschaftliche Lähmung des Landes führt zu immer neuen Konflikten. Der Autor Tajjib Salich, 1929 im Norden des Sudan geboren und 2009 in London gestorben, erlebte die letzten Unruhen nicht mehr, doch seine Erzählungen bleiben aktuell. «Zeit der Nordwanderung», sein erster Roman, machte ihn über Nacht berühmt und wurde zum Kultbuch der arabischen Intellektuellen. «Tajjib Salich ist ein Meister der Verknappung. Schnörkel, der ganze Prunk der klassischen Prosa sind ihm fremd.» (NZZ)

Mit freundlicher Genehmigung des Lenos Verlags: Tajjib Salich: «So, meine Herren.» Sämtliche Erzählungen. Aus dem Arabischen von Regina Karachouli.

Welches Land wollen wir sein?

Mo, 6. Juni 2016, 20 Uhr
Ort: Volkshaus Basel, Rebgasse 12-14, Unionsaal
Mit Christoph Keller und Ines Mateos, Dana Grigorcea, Flavia Kleiner und René Rhinow
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Das Flüchtlingsthema ebenso wie die terroristische Bedrohung treffen Europa und seine Staaten in ihrem Selbstverständnis und ihrer Identität. Innenpolitische Debatten mobilisieren bei uns breite Wählerschichten. Wie geht es weiter? Welche Gesellschaft wollen wir sein? Wollen wir eine offene Gesellschaft sein, geleitet von Freiheits- und Menschenrechtsidealen, oder eine exklusive Gesellschaft, die ihre Identität vor gefühlten äusseren Bedrohungen sichert? Was sind wir bereit, dafür zu tun? In Deutschland finden seit November in allen grösseren Städten solche Diskussionen statt. Nun auch in Basel. Eingeladene Gäste geben kurze Statements, dann wird im Saal diskutiert.

Weitere Informationen: www.die-offene-gesellschaft.de

Veranstaltung ausser Haus! Volkshaus Basel, Rebgasse 12-14, Unionsaal

AB 19 UHR: TEXTE SCHREIBEN LASSEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK

Literatur für das, was passiert, ist eine Gruppe von Schriftsteller_innen, die sich zusammengetan haben, um mit ihrem Schreiben Menschen auf der Flucht zu helfen.

An Anlässen sitzen Autor_innen an ihren Schreibmaschinen und verfassen Texte auf Wunsch. Das können Gedichte, Pamphlete, Haikus, Liebesbriefe, das kann alles sein. Die dafür entgegengenommenen Spenden gehen an Menschen auf der Flucht. Dabei suchen wir aktuell Organisationen, welche vor Ort tätig sind, die medizinische Hilfe leisten, Nahrungsmittel, Kleidung verteilen und die Menschen bei der Weiterreise finanziell unterstützen.

Am 6. Juni schreiben Melanie Katz, Dagny Gioulami, Sandra Hughes, Momo Kunz, Michelle Steinbeck, Julia Weber und Gianna Molinari.

Die Spenden gehen an baas Schweiz

Gegründet von: Gianna Molinari und Julia Weber

 

50 Jahre Frauenstimmrecht Basel – Das Recht auf eine Stimme in Politik und Kultur

Di, 7. Juni 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Mit Regina Wecker, Anne-Marie Pfister und Anne-Sophie Keller. Moderation: Franziska Schutzbach
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Wer hat das Recht, Gesellschaft mitzugestalten? Wer handelt im Namen von wem? Und wie haben sich die Antworten auf diese Fragen im Lauf der vergangenen 50 Jahre verändert? Expert_innen aus Literatur und Wissenschaft blicken im Rahmen dieser Podiumsdiskussion zurück auf die historischen Ereignisse vor 50 Jahren rund um die Einführung des Frauenstimmrechts im Kanton Basel Stadt. Davon ausgehend diskutieren sie gegenwärtige Überlegungen zu Partizipation und die Rolle, die Kultur und insbesondere Literatur hierbei spielen kann. 

Eine Kooperation mit 50 Jahre Frauenstimmrecht im Kanton Basel-Stadt

Die Eltern – pränatal bis postpubertär

Mi, 8. Juni 2016, 19.30 Uhr
Ort: Veranda Pellicano am Birsköpfli
Mit Stefanie Grob, Matto Kämpf und Gerhard Meister
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Fünf Spokenwordautoren – zehnfacher Nachwuchs. Drei der fünf Eltern treten auf der Veranda Pellicano auf. Zu erzählen haben sie einiges: Von Kita,  Einschulung, aus dem Gebärsaal, dem Familienalltag, dem Spagat zum Beruf. Von  Ferien mit und von den Kindern, den Nachbarsteenagern, den Göttikids.Witzig, rasant, klug, absurd und berührend. Wobei die Eltern das Postpubertärsein bislang noch selbst übernehmen.

Eine Kooperation mit der Veranda Pellicano

Veranstaltung aussser Haus: Veranda Pellicano am Birsköpfli, bei schlechtem Wetter im Literaturhaus

Geschichten am Sonntagnachmittag: Grossmütter

So, 19. Juni 2016, 15.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Gastgeber: Urs Schaub (Erziehungsdepartement BS)
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In unserer Familienreihe Töchter, Söhne, Mütter, gelangen wir nun an diesem Sonntagnachmittag zum Thema Grossmütter. Also spannende Geschichten und natürlich ein entsprechendes Zvieri.

Für Kinder ab 5 Jahren und Familien. Mit Gratis-Zvieri. Türöffnung: 15.15 Uhr. Platzzahl beschränkt. Anmeldung dringend erforderlich unter www.lesen.bs.ch oder 061 267 62 95 (Telefonbeantworter)

Schulhausroman

Mo, 20. Juni 2016, 18 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Mit Daniela Dill, Camille Rebetez, Eva Rottmann und Marc Woog mit Klassen der Allgemeinen Gewerbeschule Basel und der Ecole de Culture générale, Delémont. Moderation: Katrin Eckert und Richard Reich
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Während mehreren Monaten haben die Autor/innen Daniela Dill, Camille Rebetez, Eva Rottmann und Marc Woog in Basel und Delsberg vier Berufsschulklassen besucht, um mit diesen ganz besondere Geschichten zu schreiben: «Schulhausromane». Im preisgekrönten Projekt Schulhausroman loten Jugendliche erzählend, schreibend, diskutierend ihre Lebenswelten aus, immer gecoacht von Schreib-Profis. In Basel haben nun erstmals Schreinerlehrlinge und Küchenangestellte (EBA) ins Projekt eingegriffen, im Jura junge Lernende der Ecole de Culture générale. Das Projekt ist also interkantonal und zweisprachige konzipiert.  

In Kooperation mit der Abteilung Kultur des Präsidialdepartements Basel-Stadt sowie des Service de Culture des Kantons Jura. Unterstützt durch die Emil & Rosa Richterich-Beck Stiftung.

Sofa-Sommer-Sause: Trampeltier of Love

Fr, 1. Juli 2016, 20 Uhr
Ort: Nachthafen, Burgweg 15
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Die neue, total hippe Quasi-Band aus Bern und Luzern hat einiges an Text und eine Tuba zu bieten: Die drei Herren – das sind namentlich Matto Kämpf (Teilzeit-Schneuwly), Simon Hari (Teilzeit-Pepe) und Marc Unternährer (Vollzeit-Tubist) glauben an die Kraft träfer Sprüche und struber Sätze. Das ist lustig und manchmal berührt es auch. Ansonsten wird Liedgut dargeboten, jetzt neu auch auswendig! Die Presse ist begeistert: «Kämpf singt katzfalsch, Hari versucht zu retten und Unternährer bläst unentwegt von hinten nach vorne.» (Lorenz Bach in «Musik heute»)

sofalesungen.ch ist eine Initiative des Förderfonds Engagement Migros in Kooperation mit verschiedenen Schweizer Literaturhäusern.

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Veranstaltung ausser Haus: Nachthafen, Burgweg 15

Übers Weisse Meer: Ägypten

Mi, 7. September 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Lesung: Thomas Sarbacher, Einführung: Joël Laszlo
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© Nik Konietzny
Die Texte aus Ägypten handeln vom Alltag, vom Zurechtkommen mit der Armut und der Flucht vor ihr. Sie führen soziale Ungerechtigkeiten vor Augen oder stellen mit Selbstironie und Witz kulturelle Normen in Frage. Ein Taxifahrer wettert über die kafkaesken Torturen bei der Führerscheinerneuerung. Eine Dienstmagd verliert über einer Zwangsheirat den Verstand. Ein Junge verliert ein Geldstück und weiss nicht, wie suchen. Thomas Sarbacher liest herausragende literarische Zeugnisse von Jussuf Idris, Salwa Bakr, Chalid al-Chamissi, Alaa al-Aswani u.a., die das Bild des krisengeprägten Ägyptens in der Presse ergänzen und zum Weiterlesen animieren.

Nächster Termin:
Donnerstag, 02. Juni 2016, 19 Uhr Sudan

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