Programm

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Thomas Hettche, Totenberg

Mi, 22. Mai 2013, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Nicole Sütterlin (Universität Basel)
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Foto: Stiftung Schloss Leuk/Thomas Andenmatten
Eine Kooperation mit dem Deutschen Seminar der Universität Basel

Totenberg ist eine intellektuelle Autobiographie in zehn Begegnungen: Thomas Hettche führt die Leser zu den Themen seines Lebens, indem er sie zu Menschen mitnimmt, die ihm etwas bedeuten. Er zeichnet ein feines Bild unserer Zeit und beleuchtet dabei auch das Schicksal der Literatur im medialen Bruch der digitalen Wende.
„Ein wirklich aufregendes, ein zufrieden machendes Buch." (3sat Kulturzeit)

Thomas Hettche (*1964 ) studierte Philosophie und Germanistik. Nach Aufenthalten u.a. in Krakau und Los Angeles lebt er als freier Autor in Berlin und ist Juror des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt. Er wurde u.a. mit dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet.

 

Roger Monnerat, Das Marienbadspiel - und ein Mercedes für Marjampole

Do, 23. Mai 2013, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Adrian Portmann, VorLaut: Sarah Elena Müller (Lasso)
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Foto: Domenic Büttner
Zwei Männer fahren durch ein altes Land. Gianluca Pelli, Italiener aus Karlsruhe, und René Dubois, Franzose aus Basel. Der eine sieht nicht gerade wie ein Sieger aus, der andere könnte ein Filmschauspieler sein. Zusammen nehmen sie die dreihundert Kilometer von Karlsruhe nach Marienbad unter die Räder. In diesem Roadmovie grüssen Pelli und Dubois Gustave Flauberts Bouvard und Pécuchet.

Roger Monnerat
(*1949 in Basel) lebt als Journalist, Schriftsteller und Sänger in Basel. 1981 war er Mitbegründer der Wochenzeitung W0Z, wo er bis 2003 als Redaktor arbeitete. Zuletzt erschien Am Ende der Rhein (2012).

Sarah Elena Müller
(*1990) wuchs in Amden (St. Gallen) auf. in Zürich besuchte sie den gestalterischen Vorkurs und wechselte nach einem Jahr in der Kunstklasse an die Hochschule der Künste Bern, wo sie im BA of Fine Arts studiert. Sie publiziert und verschenkt ihr Text-Fanzine „Nochm-als Elan" seit 2011, produziert Kurz- und Langhörstücke für verschiedene Gelegenheiten und ist seit Oktober 2012 mit ihrer Dichterband „Galloppverein" aktiv. Sie lebt und arbeitet in Bern. Informationen über VorLaut

Demenz und Würde

Mi, 29. Mai 2013, 20 Uhr
Ort: Kaserne Basel, Rossstall II.
Mit Péter Farkas (Autor), Irene Leu (Stiftung Basler Wirrgarten) und Beat Wyss (Demenzladen Basel) Moderation: Martin Haug (Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung)
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Foto: ro. ka. wi.
Eine Kooperation mit mit dem wildwuchs-Festival

Veranstaltung ausser Haus!

"Wir stören": unter diesem Titel befasst sich das diesjährige wildwuchs-Festival mit Geschichten und Menschen rund um die Frage der sozialen Ausgrenzung, von der auch Menschen mit Demenz bedroht sind. In „Acht Minuten" erzählt Farkas von den letzten Tagen eines dementen Paares, das trotz Alter und Krankheit seine Würde und vor allem die Liebe zueinander bewahren kann. Passagen des Romans bilden die Basis für ein Gespräch über „angewandte Würde", Hilflosigkeit, Resignation und Ressourcen. "Welch ein grosses kleines Buch ist dies, voll Weisheit und Zärtlichkeit." (SWR2)

Péter Farkas (*1955 in Budapest) verliess Ungarn 1982 und lebt heute in Köln. Acht Minuten wurde mit dem Sándor-Márai-Preis ausgezeichnet.

Ralph Dutli, Soutines letzte Fahrt

Do, 30. Mai 2013, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
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Foto: Catherine Dutli-Polvêche
Am 6. August 1943 fährt ein Leichenwagen von Chinon an der Loire nach Paris. An Bord ist der schwerkranke jüdische Maler Chaim Soutine aus Minsk- Zeitgenosse von Chagall, Modigliani und Picasso - der dringend wegen eines Magengeschwürs operiert werden muss und so an den Besatzern vorbeigebracht werden soll. In einem Strom bizarrer Bilder, die Soutine im zeitweiligen Morphium-Delirium vor sich auftauchen sieht, erzählt Ralph Dutli halb historisch, halb fiktiv Episoden aus Soutines Leben.„Ein kühnes Romanunternehmen! Ralph Dutli wagt es und gewinnt." (NZZ)

Ralph Dutli (*1954 in ) ist Lyriker, Essayist, Übersetzer und Herausgeber der zehnbändigen Ossip-Mandelstam-Gesamtausgabe. Er lebt in Heidelberg.

Eva Menasse, Quasikristalle

Di, 4. Juni 2013, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
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Foto: Ekko von Schwichow
Was wissen wir wirklich über uns selbst? Und was vom anderen? Eva Menasse zerlegt die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte, zeigt sie als Mutter und Tochter, als Freundin, Mieterin und Patientin, als flüchtige Bekannte und treulose Ehefrau. Zu Beginn ist Xane Molin vierzehn Jahre alt und erlebt mit ihrer besten Freundin einen dramatischen Sommer. Am Ende ist sie Grossmutter und versucht, das Steuer noch einmal herumzureissen.
„Eva Menasse schreibt kristallklare Prosa über die Vergeblichkeit des sehnsuchtsvollen Miteinanders - grosse Literatur!" (Die Zeit)

Eva Menasse
(*1970 ) war Redakteurin der AZ. Nach einem Aufenthalt in Prag arbeitete sie als Kulturkorrespondentin in Wien. Seit 2003 lebt sie als Publizistin und freie Schriftstellerin in Berlin. Bisher erschienen Vienna (2005)und Lässliche Todsünden (2009)

Peter Buwalda, Bonita Avenue

Mi, 5. Juni 2013, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Michael Guggenheimer, Lesung: Michael Neuenschwander
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Foto: Mikel Buwalda

Peter Buwalda ist die literarische Entdeckung in der niederländischen Literatur. Sein Debüt ist ein kraftvoller Roman über das Auseinanderbrechen einer Patchwork-Familie, über einen Vater, dessen Kinder die Erwartungen, die er an sie stellt, durchkreuzen, über Familiengeheimnisse, Schein und Sein.
„Ein mutiges, unerschrockenes Kunstwerk, das sich vor allem dadurch von seinen Vorgängern zum Thema unterscheidet, dass es das Wagnis eingeht, sich einen Teufel um literarische Anstandsregeln zu scheren." (Basler Zeitung)
„Grosse europäische Kunst: ... Peter Buwalda sprengt den bürgerlichen Familienroman in die Luft. Allein die erzählerische Pyrotechnik ist eine Meisterleistung." (Die Zeit)

Peter Buwalda (*1971 ) arbeitete für eine Musikzeitschrift, bevor er freier Schriftsteller wurde. Bonita Avenue ist sein erster Roman und wurde für zehn Preise nominiert - darunter die wichtigsten niederländischen Literaturpreise - und gewann 5 davon. Er ist in der 21. Auflage. Buwalda lebt in Haarlem.

Zur Buchkritik in der Basler Zeitung (6.3.2013) 

Karl Ove Knausgård, Lieben

Do, 6. Juni 2013, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation und Übersetzung: Caroline Sørensen, Lesung: Roberto Bargellini
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Foto: Jimmy Kets
In Kooperation mit dem Seminar für Nordistik der Universität Basel

Zügellos, kompromisslos, intim: Karl Ove Knausgårds hoch gerühmter zweiter Roman aus seiner autobiographischen Serie.

Was bleibt von all der Romantik und Leidenschaft, wenn der Alltag Einzug hält ins Leben zweier moderner, auf Selbstverwirklichung bedachter Menschen mit kleinen Kindern? Anspruch und Wirklichkeit prallen aufeinander, das tägliche Ringen um Freiräume, Zeit, Lebensfreude und Liebe wird zum unauflösbaren Konflikt.

"Karl Ove Knausgård schreibt in einer guten Tradition und er schreibt brillant " (Der Spiegel)

Karl Ove Knausgård
(*1968) gilt als wichtigster norwegischer Autor seiner Generation und erhielt als erster Debütant überhaupt den Norwegischen Kritikerpreis. Lieben - der zweite Roman eines sechsbändigen, autobiographisch angelegten literarischen Projektes - stand monatelang auf Platz eins der Bestsellerliste.

Intellektuelle und der Arabische Frühling

Mi, 12. Juni 2013, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Mit Chalid Al-Chamissi und Susanne Schanda, Moderation: Jasmin El-Sonbati
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Foto: Christian Helmle
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Foto: Lenos Verlag
»Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schriftsteller sich hinter seinem Schreibtisch verschanzt und seine Ideen aufschreibt, während zwanzig Millionen Menschen auf der Strasse demonstrieren und für Freiheit kämpfen.« (Alaa al-Aswani)

Die Journalistin Susanne Schanda porträtiert ägyptische Autorinnen und Autoren als Aktivisten für Freiheit und Demokratie und zeigt, wie diese mit ihrem Schreiben die Bereitschaft für eine Revolte seit Jahren genährt haben. In einer Zeit des politischen Stillstands sprengten sie Tabus, demaskierten Scheinheiligkeit und Korruption und mokierten sich über die Geistlosigkeit des Regimes. Chalid al-Chamissi ist einer der Wegbereiter. Sein eben erschienener Roman Arche Noah schildert Schicksale von Menschen, die mangels Perspektiven aus Ägypten emigriert sind.

Chalid al-Chamissi (*1962) studierte Politikwissenschaften an der Universität Kairo und der Sorbonne. Er arbeitet als Journalist, Drehbuchautor, Regisseur und hat sich als kritischer Beobachter gesellschaftlicher Verhältnisse einen Namen gemacht.

Susanne Schanda (*1960) beschäftigt sich seit fünfzehn Jahren mit dem Nahen Osten. Sie hat als Übersetzerin und Moderatorin bei Radio Kairo gearbeitet. Sie arbeitet für schweizerische, deutsche und österreichische Medien und lebt in Bern.
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