Programm ab morgen

Buchvernissage: Rudolf Bussmann, Das andere Du

Do, 29. September 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Luzia Stettler
Klicken für Grossansicht
© Lydia Segginger

Zwei junge Leute lernen sich über einen Blog kennen und beginnen, sich E-Mails zu schreiben. Während er sich sogleich in das Facebook-Bild der Frau verliebt, berichtet diese ihm unbekümmert von ihren Affären. Doch bald schon durchschauen sie einander. Schliesslich gibt er sich als Übersetzer mittleren Alters zu erkennen, sie sich als alleinerziehende Künstlerin. Aber ist das die ganze Wahrheit? Nichts lässt sich überprüfen, alles bleibt ungenau, die Versuche, sich zu treffen, scheitern.  

Rudolf Bussmann (*1947 in Olten) studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte. Seit 1987 lebt er als freier Schriftsteller und Herausgeber in Basel und im Jura. Zuletzt erschienen von ihm «Popcorn, Texte für den kleinen Hunger» (2013) und «Eine Brücke für das Gedicht, 75 zeitgenössische Gedichte befragt von Rudolf Bussmann» (2014).

Teju Cole, Vertraute Dinge, fremde Dinge

Di, 4. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Jennifer Khakshouri; Lesung: Thomas Douglas
Klicken für Grossansicht
© Tim Knox

Gespräch auf Englisch, Lesung auf Deutsch

In den brillianten Essays findet einer der wichtigsten jungen Intellektuellen der USA zum poetischen Kern seines Denkens und Schreibens. Teju Cole betrachtet Kunst, wie er die Welt betrachtet: mit dem Blick eines unsystematischen Historikers, der zunächst beobachtet, beschreibt, das Offensichtliche betrachtet, um zum weniger Offensichtlichen vorzudringen, das darunter liegt. Seine Essays handeln vom Unterwegssein, von politischer Moral, von Rassismus und von dem, was Cole geistig nährt, ob Gedichte von Tranströmer oder neue Meister der Fotografie auf Instagram. Und immer wieder zieht er erhellende Verbindungen, von der konkreten Gegenwart zur Dichtung, von der Geschichte zur Kunst. «By turns funny, mournful, and acerbic… Teju Cole is among the most gifted writers of his generation.» (Salman Rushdie) 

Teju Cole (*1975 in Michigan, USA) wuchs in Nigeria auf und kam als Jugendlicher in die USA. Er ist Kunsthistoriker, Schriftsteller und Fotograf. Seit 2011 lehrt er als Distinguished Writer in Residence am New Yorker Bard College. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. The New York City Book Award, Hemingway Foundation PEN Award und Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2013. Er lebt in Brooklyn, New York.

Flandern & die Niederlande: Tommy Wieringa, Dies sind die Namen

Mi, 12. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Christoph Keller Lesung: Vincent Leittersdorf
© Peter ­Andreas Hassiepen

«Es lässt sich kaum sagen, wofür dieser Roman am meisten zu preisen ist: die stilistische Bravour, der philosophische Tiefgang, die gut gebaute Komposition, die originelle Bilderfülle,» schrieb die Jury des Libris-Literaturpreises über diesen Roman. Tommy Wieringa, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, erzählt von einem beispiellosen Flüchtlingsdrama: Eine Gruppe illegaler Migranten wurde von Schleppern in der Steppe östlich der Karpaten ausgesetzt. Ob sie die Grenzen ihres Landes wirklich überquert haben, wissen sie nicht. «Mitreissend, intelligent und überzeugend» (De Standaard) erzählt Tommy Wieringa von Zeiten des Umbruchs in Europa. 

Tommy Wieringa (*1967 in Goor, Niederlande) ist einer der erfolgreichsten niederländischen Schriftsteller. Er schreibt Romane, Erzählungen, Reisereportagen, Hörspiele und Gedichte. Zuletzt erschienen von ihm «Der verlorene Sohn» (2010), «Eine schöne junge Frau» (2015), «Niemandes Herr, niemandes Knecht» (2015).  

Mit der Unterstützung des Nederlands Letterenfonds.

Sofalesung mit Laura Vogt

So, 16. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Veranstaltung ausser Haus!
Moderation: Marion Regenscheit
Klicken für Grossansicht Klicken für Grossansicht

Helen, die junge Ich-Erzählerin, verliebt sich in Hamburg und reist nach Ägypten, wo die arabische Revolution unmittelbar bevorsteht. Auch in Helen brodelt es. Selbst in Kairo, wo sie Arabisch lernt und die Beziehung zu Khaled festigen will, lässt sie ihre Familie nicht in Ruhe. Bildstark und hellwach erzählt Laura Vogt von abwesenden Vätern und und plötzlich auftauchenden Schwestern, von Sprache und Schweigen, Nähe und Distanz.  

Laura Vogt (*1989 in Teufen) schreibt Prosa, Lyrik sowie journalistische Texte und hat in Uganda, Ägypten und Griechenland gelebt. Sie studierte Kulturwissenschaften in Luzern und literarisches Schreiben in Biel. 2012 gewann sie den Schreibwettbewerb der Literaare; 2014 wurde sie mit einem Werkbeitrag der Ausserrhodischen Kulturstiftung ausgezeichnet.

sofalesungen.ch ist eine Initiative des Förderfonds Engagement Migros in Kooperation mit verschiedenen Schweizer Literaturhäusern.

HIER ANMELDEN!

Georgi Gospodinov, 8 Minuten und 19 Sekunden

Di, 18. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation und Übersetzung: Martina Baleva; Lesung: Mario Fuchs
Klicken für Grossansicht
© Svetlana Stoyanova

Verspielt, elegant und mit allen Wassern der Postmoderne gewaschen: In seinen Erzählungen begegnen wir hinterwäldlerischen Dorfbewohnern auf dem südlichen Balkan, einem Kind, das nacheinander verschiedene Väter adoptiert, einem Autor, der ganz Lissabon nach einer unbekannten Schönen absucht. Einige Geschichten werfen Blicke in die kommunistische Vergangenheit des Landes und andere in die Zukunft der Menschheit. «Meisterhafte Erzählungen (…) Mit seinem Prosaband bestätigt Georgi Gospodinov seine Rolle als Souverän unter den Erzähl-Anarchos der Gegenwartsliteratur (...) Solange noch so erzählt wird, kann die Welt nicht untergehen.» (Die Zeit)

Georgi Gospodinov (*1968 in Jambol, Bulgarien) debütierte 1992 mit dem Lyrikband «Lapidarium». Einem internationalen Publikum wurde er mit seinem ersten Roman bekannt, dem «Natürlichen Roman» (1999), der in 23 Sprachen übersetzt wurde. Zuletzt erschien von ihm «Physik der Schwermut» (2014). 

Eine Kooperation mit dem Osteuropa-Forum Basel.

Hilfe, das Volk kommt!

Do, 20. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Der privilegierte Zuschauer – ein Nicht-Protestliederabend von GKW
Klicken für Grossansicht
© ZVG

Performance: Tobias Christl und Thorbjörn Björnsson
Text: Ariane Koch, Zainab Magdy und Ahmet Sami Özbudak
Inszenierung: Zino Wey
Ausstattung: Moïra Gilliéron
Produktionsleitung: Franziska Schmidt/ stranger in company

Für das Projekt «Hilfe, das Volk kommt!» hat das Literarische Colloquium Berlin drei Theaterautor_innen – Ariane Koch, Zainab Magdy und Ahmet Sami Özbudak – aus der Schweiz, Ägypten und der Türkei eingeladen. Während einigen Wochen haben sie gemeinsam und im Austausch Texte geschrieben: über den Begriff Demokratie, verschiedene Formen des Aufstandes und die Rolle des Theaters und der Literatur in den jeweiligen Herkunftsländern. In szenischen Lesungen wird das Ergebnis in den Heimatstädten der Autor_innen sowie im Maxim-Gorki-Theater in Berlin aufgeführt.

Die Theatergruppe GKW (Moïra Gilliéron, Ariane Koch, Zino Wey) hat anhand der Texte einen (Nicht-)Protestliederabend erarbeitet. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Aufständen und Revolten verknüpft mit historischen Bezügen. 

Ariane Koch (*1988, Basel) schreibt und konzipiert Theater-, Literatur- und Performanceprojekte. Sie ist ausserdem Mit-Herausgeberin der Zeitschrift «Lasso». 

Zainab Magdy (*1988, Gisa) unterrichtet an der Universität Kairo Arabische und Englische Literatur und arbeitet als freie Schauspielerin. „Rivo-loo-shun” ist ihr erstes Theaterstück. 

Ahmet Sami Özbudak (*1980, Hatay ) schreibt fürs Theater und arbeitet als Journalist für mehrere Zeitungen und Zeitschriften. 2011 wurde er mit dem Europäischen Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet. 

Ausserdem:
20. Oktober: Lesung von Ahmet Sami Özbudak im Anschluss an das Stück.
21. Oktober: Performance von Zainab Magdy im Anschluss an das Stück.

Ein Projekt von GKW in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin, Maxim-Gorki-Theater Berlin und dem Literaturhaus Basel. Gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung, DOMS-Stiftung und die Christoph Merian Stiftung. Dank an das Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Freiburg. 

Hilfe, das Volk kommt!

Fr, 21. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Der privilegierte Zuschauer – ein Nicht-Protestliederabend von GKW
Klicken für Grossansicht
© ZVG

Performance: Tobias Christl und Thorbjörn Björnsson
Text: Ariane Koch, Zainab Magdy und Ahmet Sami Özbudak
Inszenierung: Zino Wey
Ausstattung: Moïra Gilliéron
Produktionsleitung: Franziska Schmidt/ stranger in company

Für das Projekt «Hilfe, das Volk kommt!» hat das Literarische Colloquium Berlin drei Theaterautor_innen – Ariane Koch, Zainab Magdy und Ahmet Sami Özbudak – aus der Schweiz, Ägypten und der Türkei eingeladen. Während einigen Wochen haben sie gemeinsam und im Austausch Texte geschrieben: über den Begriff Demokratie, verschiedene Formen des Aufstandes und die Rolle des Theaters und der Literatur in den jeweiligen Herkunftsländern. In szenischen Lesungen wird das Ergebnis in den Heimatstädten der Autor_innen sowie im Maxim-Gorki-Theater in Berlin aufgeführt.

Die Theatergruppe GKW (Moïra Gilliéron, Ariane Koch, Zino Wey) hat anhand der Texte einen (Nicht-)Protestliederabend erarbeitet. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Aufständen und Revolten verknüpft mit historischen Bezügen. 

Ariane Koch (*1988, Basel) schreibt und konzipiert Theater-, Literatur- und Performanceprojekte. Sie ist ausserdem Mit-Herausgeberin der Zeitschrift «Lasso». 

Zainab Magdy (*1988, Gisa) unterrichtet an der Universität Kairo Arabische und Englische Literatur und arbeitet als freie Schauspielerin. „Rivo-loo-shun” ist ihr erstes Theaterstück. 

Ahmet Sami Özbudak (*1980, Hatay ) schreibt fürs Theater und arbeitet als Journalist für mehrere Zeitungen und Zeitschriften. 2011 wurde er mit dem Europäischen Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet. 

Ausserdem:
20. Oktober: Lesung von Ahmet Sami Özbudak im Anschluss an das Stück.
21. Oktober: Performance von Zainab Magdy im Anschluss an das Stück.

Ein Projekt von GKW in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin, Maxim-Gorki-Theater Berlin und dem Literaturhaus Basel. Gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung, DOMS-Stiftung und die Christoph Merian Stiftung. Dank an das Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Freiburg.

Geschichten am Sonntagnachmittag: Zwerge

So, 23. Oktober 2016, 15.30
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Gastgeber: Urs Schaub

Die sieben Zwerge hinter den sieben Bergen – das sind vielleicht die bekanntesten Zwerge aus den klassischen Märchen. Aber es gibt auch noch viele andere Zwerge zu entdecken. Zusammen gehen wir auf eine Zwergen-Entdeckungsreise, inklusive leckerem Zwergen-Zvieri.

Für Kinder ab 5 Jahren und Familien. Mit Gratis-Zvieri. Türöffnung: 15.15 Uhr. Platzzahl beschränkt. Anmeldung dringend erforderlich unter www.lesen.bs.ch oder 061 267 62 95 (Telefonbeantworter)

Übers Weisse Meer: Palästina

Mi, 26. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Einführung: Willi Herzig; Lesung: Thomas Sarbacher
Klicken für Grossansicht
© Nik Konietzny
Vertreibung, der Verlust des Landes, Exil und Widerstand zeigen sich in der Biographie ebenso wie im Werk des palästinensischen Autors Ghassan Kanafani (1936-1972). In «Rückkehr nach Haifa» (Lenos 1992) erzählt er die Geschichte des palästinensischen Ehepaares Said und Safeyya, das 1948 aus Haifa floh und ihren Säugling zurückliess. Nach der Besatzung des Westjordanlandes im Junikrieg 1967 kann das Paar zurückkehren, um den Sohn zu suchen. Dieser wurde von der neuen Bewohnerin, Miriam, einer polnischen Jüdin, erzogen. Miriam hatte auf die Eltern gewartet und möchte, dass der Sohn entscheidet, wohin er gehören will. Vater und Sohn stehen sich fremd gegenüber. Kanafani selbst floh als 12-jähriger nach der Staatsgründung Israels 1948 mit seiner Familie in den Libanon. Später war er Redaktor verschiedener Zeitschriften und Sprecher der PLO. 1972 starb er durch eine vom israelischen Geheimdienst Mossad an seinem Wagen angebrachte Bombe. Seine Werke wurden in 17 Sprachen übersetzt.

Flandern & die Niederlande: Lot Vekemans, Ein Brautkleid aus Warschau

Do, 27. Oktober 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Katrin Eckert
Klicken für Grossansicht
© Merlin Daleman

Marlena lebt in einem verschlafenen Nest in Polen. Sie ist Mitte zwanzig und – zum Kummer ihrer Mutter – unverheiratet. Drei Männern begegnet Marlena, die jeder auf seine Weise ihrem Leben eine entscheidende Richtungsänderung geben. Ihr Weg führt sie aus dem Dorf nach Warschau, über eine Heiratsvermittlung in die Niederlande zu einem Bauern, Jahre später zurück nach Polen. Die preisgekrönte Dramatikerin Lot Vekemans, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, erzählt in ihrem ersten Roman aus drei Perspektiven über das Verlangen, seinem Leben eine Richtung zu geben, und über die unvorhersehbaren Folgen, die es hat, wenn man es wirklich wagt. «Ein grandios-seltsamer Roman» (Literatur SPIEGEL). «Eine wunderbare Erzählerin.» (NZZ) 

Lot Vekemans (*1965 in Oss, Niederlande) studierte Geographie, später an der Schriftsteller-Akademie Colofon in Amsterdam. Ihre Theaterstücke sind in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und wurden vielfach preisgekrönt. Ihr Stück «Gift» feiert derzeit in Deutschland Triumphe. 

Mit der Unterstützung des Nederlands Letterenfonds. 

Buchvernissage: Jacqueline Moser, Ich wünsche, wir begegneten uns neu

Do, 3. November 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Moderation: Heini Vogler
Klicken für Grossansicht
© Christian Schnur

Was ist Glück? Diese weltumspannende Sinnfrage zieht sich durch Jaqueline Mosers neuen Roman. Entlang der kleinsten, subversiven Aktivitäten, aber auch den grossen Brüchen, die das Leben bereithält, folgen wir Ella, einer bildenden Künstlerin und ihrem Sohn Milo. Nach einem epileptischen Anfall, der sie in den Grundfesten erschüttert, trennt sich Ella von ihrem Ehemann und zieht überstürzt aus dem Einfamilienhaus aus und in eine nahe gelegene grosse Wohnu?berbauung. Schicht um Schicht, einer Zwiebel gleich, entledigt sich Ella ihres Lebens; eine Sammlung aus Notaten fügt sich zu einer Geschichte um Erinnerungen und Träume.

Jacqueline Moser (*1965 in Basel) reiste als junge Erwachsene längere Zeit durch Westafrika und Asien. Ihre Vorfahren lebten über Generationen in einer Schweizer Kolonie, in einem Dorf in Bessarabien (das zu Südrussland, später zu Rumänien und der UdSSR gehörte und heute in der Ukraine liegt), bis die Familie in den 40er Jahren nach langjährigen Umwegen zurück in die Schweiz floh. Zuletzt erschien von Jacqueline Moser «Lose Tage» (2008).

Sinfonie en Route II

Di, 22. November 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Mit Michail Schischkin
Klicken für Grossansicht

Marc Lachat (Oboe), Rossana Rosiglioni (Klarinette), Mátyás Bartha (Violine), Yi-Fang Huang (Violine), Maria Wolff Schabenberger (Viola), Payam Taghadossi (Violoncello) Michael Sandronov (Kontrabass) spielen das Quintett g-Moll für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass op. 39 von Sergei Prokofjew und das 8. Streichquartett c-Moll op. 110 von Dmitri Schostakowitsch.

Entdecken Sie eine Neuheit im Basler Kulturleben: Mitglieder des Sinfonieorchester Basel spielen Kammermusik im Literaturhaus Basel, renommierte Autorinnen und Autoren präsentieren ihre persönliche Sicht auf die Komponisten und ihre Zeit.

Weitere Daten:
Dienstag, 20. September 2016 mit Peter von Matt
Dienstag, 9. Mai 2017 mit Felicitas Hoppe 

Einzeleintritt: CHF 30.- / 20.-, Abonnement für alle drei Konzerte: CHF 75.- / 50.-

Ein Kooperation mit dem Sinfonieorchester Basel

 

Navid Kermani, Sozusagen Paris

Mi, 23. November 2016, 19:30 Uhr
Ort: Volkshaus Basel, Rebgasse 12-14, Unionsaal
Klicken für Grossansicht
© Peter ­Andreas Hassiepen

Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2015 legt einen neuen Roman vor: Ein Schriftsteller hat über die grosse Liebe seiner Jugend geschrieben. Nach einer Lesung steht eine Frau vor ihm, die er nicht erkennt. Aber sie ist es – seine Romanfigur. Aus dem jungen Mädchen von damals ist ganz offensichtlich eine interessante, auch anziehende, aber verheiratete Frau geworden. Die Situation wird etwas komisch: Man setzt sich zusammen, trinkt ein Glas Wein, redet über französische Liebesromane, fragt sich, was man von der Liebe erwartet, wenn man älter geworden ist, Juttas Mann sitzt im Nebenzimmer – wie soll das alles enden? Ein Liebesroman ganz eigener Art, tiefgründig, überraschend, witzig.  

Navid Kermani (*1967 in Siegen) erhielt für sein literarisches und essayistisches Werk zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis. Zuletzt erschienen von ihm «Dein Name» (2011), «Grosse Liebe» (2014) und «Ungläubiges Staunen. Über das Christentum» (2015). Der promovierte Orientalist lebt als Schriftsteller in Köln.

Veranstaltung ausser Haus! Volkshaus Basel, Rebgasse 12-14, Unionsaal

 

Leben & Schreiben mit Rüdiger Safranski

Di, 29. November 2016, 19.30 Uhr
Ort: Veranstaltung ausser Haus! Hotel EDEN im Park, Rheinfelden
Mit Dr. med. Melitta Breznik, Leitende Ärztin, Clinica Curativa Scuol, und Dr. med. Hanspeter Flury, Chefarzt (Moderation)
Klicken für Grossansicht
© Peter ­Andreas Hassiepen

Veranstaltung ausser Haus!
Hotel EDEN im Park, Rheinfelden

Ein Buch über das Leben: Was macht die Zeit mit uns? Und was machen wir aus ihr? Rüdiger Safranski ermutigt uns, den Reichtum der Zeiterfahrung zurückzugewinnen. Jenseits der Uhren, die uns ein ob jektives Zeitmass vorgaukeln, erleben wir die Zeit ganz anders: in der Langeweile, bei der Hingabe, bei den Sorgen, beim Blick auf das Ende. Facettenreich beschreibt Safranski das  Spannungsfeld zwischen Vergehen und Beharren und ermuntert uns, aufmerksam mit diesem wertvollen Gut umzugehen.

Rüdiger Safranski (*1945) ist Philosoph und vielfach preisgekrönter Autor u.a. von grossen Biographien über Goethe, E. T. A. Hoffmann, Heidegger, Nietzsche, Schiller, von Büchern über die menschlichen Grundfragen, u.a. über das Böse und die Wahrheit.

In Kooperation mit der Klinik Schützen in Rheinfelden

Sasa Stanisic, Fallensteller

Do, 1. Dezember 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Klicken für Grossansicht
© Katja Sämann

Sasa Stanisics Erzählungen sind reich an «verspielter Komik, Traurigkeit und brillanten Sätzen» (Zeit Online): Ein alter Mann hat eine Leidenschaft für die Magie, er bittet um Ruhe für die Grosse Illusion. Aber die Gemeinde trinkt Kaffee und hält nicht still. Ein geheimnisvoller Mann taucht im Dorf auf, er behauptet, Fallen herstellen zu können für jeden Zweck, nicht nur für Tiere. Dies sind Geschichten über Menschen, die Fallen stellen, Menschen, die sich locken lassen, Menschen die sich befreien – im Krieg und im Spiel, mit Trug und Tricks und Mut und Witz. «Ein genialer Erzählungsband. Von dem wird man lange reden.» (3Sat) «Ein hochtalentierter, leidenschaftlicher Erzähler.» (taz)  

Sasa Stanisic (*1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina) lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Debutroman «Wie der Soldat das Grammofon repariert» wurde in 31 Sprachen u?bersetzt. «Vor dem Fest» ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem renommierten Alfred-Do?blin-Preis sowie dem Preis der Leipziger Buchmesse 2014. Sasa Stanisic lebt und arbeitet in Hamburg.

Raoul Schrott, Erste Erde, Epos.

Di, 6. Dezember 2016, 19.30 Uhr
Ort: Volkshaus Basel, Rebgasse 12-14, Unionsaal

Furios, gewaltig, universell: Raoul Schrotts Buch ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem heutigen Wissen über die Welt. Vom Urknall über die Entstehung des Planeten bis hin zu uns unternimmt es den grossen Versuch, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch umzusetzen und sie an einzelnen Lebensgeschichten anschaulich zu machen. In wechselnden poetischen Formen ergibt sich ein breites erzählerisches Panorama. In einem zweiten Teil fasst Raoul Schrott in Sachbuchform unseren heutigen Wissensstand zusammen. Dichtung und Wissenschaft verknüpfend, wagt er sich daran, ein modernes Gegenstück zu Alexander von Humboldts «Kosmos» zu entwerfen. Neugieriger und schöner lässt sich die Erde kaum erkunden.

Raoul Schrott (*1964), erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. Homers Heimat (2008) und seine Übertragung der Ilias (2008), Gehirn und Gedicht (2011, gemeinsam mit dem Hirnforscher Arthur Jacobs), die Erzählung Das schweigende Kind (2012), die Übersetzung von Hesiods Theogonie (2014) sowie der Gedichtband Die Kunst an nichts zu glauben (2015). Im Herbst 2016 erscheint bei Hanser sein neues Buch Erste Erde, das über mehrere Jahre hinweg von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wurde.

Eine Kooperation mit dem Kulturhaus Bider & Tanner und dem Volkshaus Basel 

Veranstaltung ausser Haus! Volkshaus Basel, Rebgasse 12-14, Unionsaal
Abendkasse: ab 18.30 Uhr
Türöffnung: 19.00 Uhr  

Hanns-Josef Ortheil, Was ich liebe - und was nicht

Do, 8. Dezember 2016, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Klicken für Grossansicht
© Lotta Ortheil

«Was ich liebe - und was nicht» ist ein Buch über die literarische Lebenskunst Hanns-Josef Ortheils - und es ist zugleich weit mehr: ein Buch über die Kunst, ein Leben zu führen. Ortheil erzählt von seinen Lebensthemen. Entlang zentraler Stichworte wie Wohnen, Reisen, Essen und Trinken, Film, Jahreszeiten oder Musik geht er den vielfältigen Facetten einer literarischen Lebenskunst auf den Grund, die so etwas wie die Basis für seine Werke bildet. Warum hasst er Frühstückbüffets, und warum hört er beim Schreiben ausschliesslich Klaviermusik aus den Zeiten vor 1750? Wieso gefällt ihm eine spröde TV-Sendung wie das »Alpenpanorama«, und warum wird er wohl nie nach Japan reisen, vielleicht aber einmal ein Buch über Japan schreiben?

Hanns-Josef Ortheil (*1951 in Köln) ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Er erhielt zahlreiche Auszeichnung, u.a. den Thomas-Mann-Pries. Seine Romane wurden in über 20 Sprachen übersetzt.

Sinfonie en Route III

Di, 9. Mai 2017, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Mit Felicitas Hoppe
Klicken für Grossansicht

Marc Lachat (Oboe), David Seghezzo (Oboe), Samuel Retaillaud (Englischhorn), Annemarie Kappus (Violine), Hannes Bärtschi (Viola), Phoebe Lin (Violoncello) spielen das Bläsertrio op. 87 und das Streichtrio c-Moll op. 9, Nr. 3 von Ludwig van Beethoven.

Entdecken Sie eine Neuheit im Basler Kulturleben: Mitglieder des Sinfonieorchester Basel spielen Kammermusik im Literaturhaus Basel, renommierte Autorinnen und Autoren präsentieren ihre persönliche Sicht auf die Komponisten und ihre Zeit.

Weitere Daten:
Dienstag, 20. September 2016 mit Peter von Matt
Dienstag, 22. November 2016 mit Michail Schischkin

Einzeleintritt: CHF 30.- / 20.-, Abonement für alle drei Konzerte: CHF 75.- / 50.-

Ein Kooperation mit dem Sinfonieorchester Basel

BuchBasel - http://www.buchbasel.ch/
Literaturlobby Basel - http://www.literaturhaus-basel.ch/literaturlobby
Unsere Partner:
Bider & Tanner - http://www.biderundtanner.ch/start?CSPCHD=00000100000011bIDm26kE0000RubeQoFFelKoyjD9cwbzZQ--
Christoph Merian Stiftung - http://www.merianstiftung.ch/
Kultur Basel-Stadt - http://www.baselkultur.ch
Kulturelles BL - http://www.baselland.ch/kulturelles-bl.273237.0.html
Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige - http://www.ggg-basel.ch
Pro Helvetia - http://www.prohelvetia.ch
Literaturhaus.net - http://www.literaturhaus.net/
arte - http://www.arte.tv/de