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Lese 06

Do, 01.02.2007, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Der Fachausschuss Literatur BS/BL präsentiert geförderte Autorinnen und Autoren der Region. Aus ihren jüngsten, noch unveröffentlichten Arbeiten lesen Irena Brežná, Roland Merk, René Schweizer und Daniel Zahno.
Der Anlass wird von Regula Düggelin, Beauftragte für Kulturprojekte/Ressort Kultur BS, eröffnet und von den beiden Fachausschussmitgliedern Olga Rubitschon und Jürg Seiberth moderiert.
Der Fachausschuss Literatur BS/BL ist die öffentliche Literaturförderstelle der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Er fördert Basler Schriftstellerinnen, Schriftsteller und Verlage und unterstützt lokale Aktivitäten der Literaturvermittlung.
Die erstmals durchgeführte Lese 06 bietet einen spannenden Einblick in die vom Fachausschuss geförderten Manuskripte (Autorenförderbeiträge 2006) und lädt ein zur Begegnung mit Autorinnen und Autoren der Region.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Fachausschuss Literatur BS/BL

‹Von Inseln weiß ich...› – Geschichten von den Färöern

Fr, 02.02.2007, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
In Lesung und Gespräch mit dem färöischen Autor Gunnar Hoydal sind die Herausgeberinnen der Anthologie „Von Inseln weiss ich…“ Anna Katharina Dömling und Verena Stössinger
Moderation: Iso Camartin
Jahrhundertelang gab es auf den Färöern eine reiche mündliche Erzähltradition: Balladen, Sagen, Märchen und Spottlieder. Erst vor gut hundert Jahren, bedingt durch die späte Konstituierung einer färöischen Schriftsprache, ist daraus eine selbstbewusste, erzählfreudige Literatur entstanden, die allerdings, mit Ausnahme der Romane von William Heinesen, selbst in den skandinavischen Nachbarländern kaum bekannt ist.

Verena Stössinger und Anna Katharina Dömling machen in ihrer Anthologie „Von Inseln weiß ich...“ (Unionsverlag, Zürich 2006) die färöische Literatur in ihrer Entwicklung von ca. 1900 bis in die unmittelbare Gegenwart zum ersten Mal auf Deutsch zugänglich.
An diesem Abend präsentieren sie das Buch und erzählen von der Arbeit daran. Ihr Gast, der färöische Autor Gunnar Hoydal (*1941), gibt Einblicke in sein Werk und die Literaturszene der Inselnation. Er ist einer der profiliertesten färöischen Autoren und war bis vor kurzem Präsident des nationalen Schriftstellerverbandes. Sein letzter Roman ist auch ins Englische übersetzt worden („Under Southern Stars“, 2003).

Unionsverlag

Na, heute schon die Vergangenheit bewältigt?

Do, 08.02.2007, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Der vielfach preisgekrönte Autor Klaus Modick liest aus seinem neuen Buch „Bestseller“ und ist im Gespräch mit Felix Schneider, Kulturredaktor Schweizer Radio DRS 2
„Höchste Zeit, die Wahrheit zu sagen“, damit beginnt das Bekenntnis des Fälschers Lukas Domcik, dessen Name unschwer als Buchstabenmix von Klaus Modick zu erkennen ist. Dieser Domcik also ist ein mässig erfolgreicher Autor, der von einem Bestseller träumt. Sein Lektor und Produktmanager empfiehlt ihm, eine „Dokufiction“ zum Thema „Vergangenheit als Erfolgsrezept“ zu schreiben. Und Domcik ist schlau genug, diesen Rat umzusetzen: Etwas Nationalsozialismus, Krieg und Holocaust in eine Rührschüssel gegeben und vermischt mit persönlichen Erinnerungen. Der Coup gelingt tatsächlich und das Buch wird allerorten gefeiert.

Klaus Modick ist eine freche Satire gelungen über den lukrativen Boom medialer Vergangenheitsbewältigung. Sein Roman "Bestseller" ist ein profunder wie gewitzter literarischer Streich, den der Autor dem Literaturbetrieb gespielt hat sowie eine Abfuhr an die Marktmechanismen des Buchgeschäfts.

Klaus Modick

Öffentliches Arbeitstreffen der Gruppe Dramatik

Mo, 12.02.2007, 19.15 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Simon Froehling, FEINDMATERIE
Die Gruppe Dramatik innerhalb des Verbandes Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) organisiert in Kooperation mit dem Literaturhaus Basel einmal monatlich öffentliche Arbeitstreffen. Dabei werden neue, in Entstehung befindliche Stücke gemeinsam gelesen und diskutiert. Beteiligen können sich AutorInnen, DramaturgInnen, KritikerInnen und alle an neuen Stücken interessierte Personen.

Dauer: jeweils 19.15 - 22.00 Uhr

Folgende Treffen zu folgenden Stücken sind im ersten Halbjahr 2007 vorgesehen:

12. März 2007: Lukas Holliger, ANGST VERBOTEN

16. April 2007: Elisabeth Schrom, RENOVIERUNGEN

Buchpremiere 2007 - ‹Der schwarze Schirm›

Di, 13.02.2007, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Hanna Johansen liest aus ihrem neuen Roman und ist im Gespräch mit Hardy Ruoss, Literaturredaktor beim DRS 2
„Ich wusste nicht, ob ich ihr so nahe kommen wollte, wie man es tut, wenn man den Namen eines Menschen kennt. Denn wenn man ihn kennt, benutzt man ihn auch. Und mit der Zeit entwickelt er sich zu einem ganzen Menschenleben, das uns nie mehr loslässt.“
Claire ist auf der Suche nach ihrer Tochter, die sie vor vielen Jahren nach der Geburt zur Adoption freigegeben hat. Auf ihrer Reise in die Vergangenheit begegnet sie bei einer Zugfahrt einer jungen Frau. In einem viel zu grossen Mantel mit Koffer und Schirm steht sie plötzlich in der Abteiltür vor Claire. Rose ist ihr Name. Könnte es sein, dass sie Claires Tochter ist?

Hanna Johansen erzählt virtuos die Geschichte zweier Frauen, die beide tiefe Verletzungen erfahren haben, und die nicht loskommen von dem, was sich in ihren Familien abgespielt hat.

Hanser
Hanna Johansen

Buchpremiere 2007 ‹Der prüfende Blick›-
Zum 200. Todestag von Angelica Kauffmann

Do, 15.02.2007, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Lesung, Musik und Fotopräsentation: Gabrielle Alioth stellt ihren neuen Roman über Angelica Kauffmann vor und ist im Gespräch über diese faszinierende Persönlichkeit mit dem Antiquar Alain Moirandat
Musikalische Intermezzi am Cembalo und Clavichord mit Sally Fortino und der Mezzosopranistin Christina Metz
Durch den Abend führt Bernadette Conrad, Literaturkritikerin und freie Autorin
„Mehr als geliebt wollen die Menschen gebraucht werden.“
Angelica Kauffmann (1741-1807) gilt als die erste Malerin von europäischem Rang. Ihre Porträts von Goethe und Winckelmann blieben in ihrer Einfühlsamkeit unübertroffen und erregten international Aufsehen. Um ihre Salons und ihre Freundschaften in London und Rom, wo sie als „die zehnte Muse“ gefeiert wurde, rankten sich aufregende Gerüchte. Gabrielle Alioth erzählt die Geschichte ihrer Karriere, ihrer geschickten Selbstvermarktung und ihrer charismatischen Wirkung in einem fesselnden biographischen Roman.

Gabrielle Alioth, 1955 in Basel geboren, arbeitete nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Kunstgeschichte als Konjunkturforscherin und siedelte 1984 nach Irland über, wo sie heute als Schriftstellerin und Publizistin lebt. Zuletzt erschienen die Romane Die stumme Reiterin (1998) und Die Erfindung von Liebe und Tod (2003).
Mit freundlicher Unterstützung der Bank Sarasin & Cie AG

Gabrielle Alioth

Ein Buch über das Essen -
Vorlesungen über die Esskunst von Antonius Anthus

Fr, 16.02.2007, 19 Uhr
Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Wolfram Siebeck, einer der prominentesten Gourmets und Restaurantkritiker des deutschen Raums, Eva Gesine Baur, Journalistin und Kulturhistorikerin, die gerade ein Buch über den „Jahrhundertkoch“ Eckart Witzigmann vorgelegt hat und der Autor und Herausgeber der „Vorlesungen“ Alain Claude Sulzer werden über die schöne Kunst des Essens miteinander im Gespräch sein
Moderation: Tilman Krause, leitender Literaturredakteur der Tageszeitung „Die Welt“
„Der Esskünstler isst, um zu essen, und hat sich um Nebensachen, wie langes Leben und dergleichen, nicht weiter zu kümmern.“ (Anthus)
Die im Jahre 1838 zu einem Buch zusammengefassten Vorlesungen von Antonius Anthus sind durchaus als Glücksfall zu bezeichnen, ist doch dieses erste Buch über die Esskunst ein gleichermassen gelehrtes, elegantes, witziges und originelles Werk.
Mehr noch: Anthus schreibt als einziger der Gastrosophen aus der Perspektive des Essers, der sich der vorgesetzten Speisen als würdig zu erweisen hat. Anthus serviert eine Kulturgeschichte des Essens, Nachrichten aus der Welt des erlesenen Geschmacks und Betrachtungen über den Kosmos der verfeinerten Genüsse. Denn: je virtuoser der Mensch zu essen versteht, desto weniger merkt man die Absicht; je mehr man von allem zu essen versucht, desto reicher wird die eigene Welt – und man selbst.
Anwesend ist auch Stephan Tramèr, der die „Vorlesungen“ illustriert hat.

Eichborn
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