Literarische Rundgänge

Hotelliteraten, Theaterautoren, Lyrikerinnen und Reiseschriftsteller: Basel bietet die komplette Vielfalt an Schreiblustigen. Ob bei der Errichtung von Papiermühlen, Druckereien oder vornehmen Hotels, ob bei der Gründung einer Universität, von Lesegesellschaften oder dem ersten Schweizer Literaturhaus: Die Basler waren stets bei den Ersten. Auf den Rundgängen erleben Sie, dass die Dreiländerstadt literarisch im Fluss ist.

Neu im Angebot sind Promenaden, die die Kunst des beschaulichen Spaziergangs pflegen wollen. Sie bieten Musse für Beobachtungen und Wahrnehmungen aller Art, für Gespräche und Textlektüre, für geistige und kulinarische Verköstigung. Ob wir wie der Flaneur zu Baudelaires Zeiten „auf dem Asphalt botanisieren" gehen oder uns Lucius Burckhardts Methoden der Promenadologie verschreiben, unterwegs wird in und um uns herum einiges in Bewegung geraten.

Treffpunkt ist das Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3) (Ausnahme: Promenade!). Die Führungen dauern in der Regel 1,5 Stunden. Die Bezahlung erfolgt vor Ort. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter info@literaturspur.ch, Tel.: + 41 61 301 00 33 oder - falls vorhanden - über das Anmeldeformular.

In Kooperation mit der Literaturspur 

 

Rundgänge 2016 (Erstes Halbjahr)

Poesie pur

1980 wurde im Kannenfeldpark ein ‚Baum der Poesie’ gepflanzt. Seither hat die Lyrik in Basel starke Wurzeln geschlagen. Hier wird das erste Poesietelefon im deutschsprachigen Raum betrieben, man feiert den Tag der Poesie und führt jedes Jahr ein internationales Lyrikfestival durch. Der Spaziergang auf poetischen Fährten führt an malerische Orte, etwa auf die Pfalz oder unter die Kastanien bei der Kunsthalle. Wir begegnen bekannten Lyrikern wie Rainer Brambach oder Marie Luise Kaschnitz ebenso wie dem veritablen ‚poète maudit’ Manfred Gilgien.
Samstag, 30. Januar, 13.15 Uhr, CHF 30.-

Hotelzimmer als Schreibstuben

Ob schön oder schäbig: Hotelzimmer scheinen künstlerisches Tun zu befördern. Im vornehmen Hotel Les Trois Rois ist die Gästeliste der berühmten Schriftsteller besonders lang. Für Thomas und Katia Mann war dieses Hotel die einzig passende Adresse, für Annette Kolb ein luxuriöses Ereignis. Weniger geschwelgt, dafür eifriger geschrieben wurde im Hotel Krafft, im Café Schiesser oder im Singerhaus. Rundgang zu ausgesuchten Hotels und Kaffeehäusern – selbstverständlich nicht ohne Einkehr.
Sonntag, 20. März, 11.00 Uhr, CHF 30.-

Theater? Theater!

„Es wird Schwierigkeiten geben!“ liess Werner Düggelin 1968 bei Antritt als Theaterdirektor verlauten. Auf dem Spaziergang wird von Theaterrebellen, legendären Inszenierungen und Ereignissen vor und hinter den Kulissen berichtet. 19 genossenschaftlich organisierte Kleinbühnen – europaweit einmalig – oder der Bau des Schauspielhauses durch die geheimnisvollen Ladies machen Basel zu einer besonderen Theaterstadt. Dies zeigt sich auch beim Gespräch mit Theaterredakteuren nach dem Rundgang.
Mittwoch, 20. April, 18 Uhr, CHF 50.-

Promenade : Am Fluss – z’Basel an mym Rhy

Mitten durch Basel fliesst der Rhein. Sein Knie bestimmt die Ansicht der Stadt, sein Wasser deren Alltag. Rheinabwärts von der Papiermühle im St. Albantal bis zum Getreidesilo im Hafen führt der beschauliche Spaziergang, mal am rechten Ufer, mal am linken und sogar auch auf dem Fluss. Unterwegs zwischen Rhybadhüsli, Fischergalgen und Parkanlagen begegnen wir AutorInnen, die das Wasser lieb(t)en: Adelheid Duvanel, Jürg Federspiel, Werner Lutz und anderen mehr. Als Fangleine oder Köder für den Weg am Wasser dient die Literatur: Texte über den Rhein im Speziellen und das Wasser im Allgemeinen, über Fische und Wasserleichen, Matrosen, Brücken und die Sehnsucht nach dem Meer. Mit Imbiss und Fährifahrt, Textlektüre und einer Surprise
Sonntag, 1. Mai, 11 bis 17 Uhr, CHF 120.-

Dada in Basel   (NEU!)

Auch Basel feiert 100 Jahre DADA. Schliesslich liess sich Hugo Ball, der eigentliche Begründer des Dada, von den Basler Fasnachtstrommeln inspirieren: «Ich werde trrrrrrrommeln, dass die Trrrrrrrommelfeuer ein Trrrrrreck dagegen sind.» Bevor er in Zürich die «Künstlerkneipe Voltaire» eröffnete, gastierte er zusammen mit Emmy Hennings und dem Maxim-Ensemble im Basler Varieté-Restaurant «Glock». In seinem Roman «Flametti oder der Dandyismus der Armen» lässt er die Varietékünstler durch die Stadt streifen.
Die dadaistische Spurensuche führt in Basel ausserdem zu Kurt Schwitters, Hans Arp, zu der Tänzerin Katja Wulff – und zu Jean Tinguely. Dieser hat mit dem Fasnachtsbrunnen ein gültiges dadaistisches Werk geschaffen.
Sonntag, 29. Mai, 17.00 Uhr, CHF 30.-

Jüdisches Leben und Schreiben - mit Redaktionsbesuch

Das Jüdische Museum der Schweiz, drei Synagogen, jüdische Schulen und Geschäfte, ein Altersheim, zwei Restaurants in Basel sind Kultur und Alltag des Judentums lebendig und zeugen von einer langen und reichen Tradition. Im Stadtcasino wurde mit dem ersten Zionistenkongress Weltgeschichte, in einer Villa an der Holbeinstrasse persönliche Geschichte geschrieben. Ist bekannt, dass die Familie von Anne Frank bis heute eine direkte Verbindung nach Basel hat? Der Spaziergang führt an ausgewählte Orte der jüdischen Kultur. Danach besuchen wir die Redaktion des jüdischen Wochen- magazins "tachles".
Mittwoch, 8. Juni, 18 Uhr, CHF 50.-

Russische Reisende in Basel

Russische Reisende machten gerne in Basel Halt. Sie liessen sich wie Fjodor Dostojewski von Holbeins Gemälden in Bann ziehen, hielten wie Lenin politische Brandreden oder bauten wie Andrej Belyj an Rudolf Steiners erstem Goetheanum mit. Nikolai Karamsin bemerkte in seinem Tagebuch, dass die Frauenzimmer hier sehr hässlich seien, Dostojewskis Frau konstatierte vor Ort eine Grabesstille wie nach Ausbruch der Cholera. Komplimente und kritische Äusserungen zu Basel halten sich die Waage.
Donnerstag, 23. Juni, 19.00 Uhr, CHF 30.-

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